Brief eines Perreramitarbeiters

#1 von Anne Taleb , 02.01.2016 03:58

Wir haben diesen Brief erhalten, er stammt von einem Angestellten einer Perrera und
wir möchten Ihn gern übersetzt zur Verfügung stellen.
Vielen Dank für die Zeit, die Ihr Euch nehmt um seine Zeilen zu lesen. Und an Jazz:
Tausend Dank für Deine Worte!
Ich glaube, unsere Gesellschaft braucht ein Weckruf. Als Leiter einer Perrera , werde
ich was mit Euch teilen ... ein Blick von "innen", wenn Ihr mir erlaubt.
Zunächst an alle Züchter und Verkäufer von Hunden, Ihr solltet zumindest einen Tag
in einer Perrera arbeiten. Wenn Ihr vielleicht den traurigen, verlorenen Blick in den
Augen der Hunde seht, würdet Ihr Eure Meinung ändern und nicht an Menschen
verkaufen, die ihr gar nicht kennt. Gerade diese Welpen könnten am Ende in meiner
Perrera landen, wenn er nicht mehr ein süßes Hundebaby ist. Wie würdet Ihr euch
fühlen, wenn Ihr wüsstet, dass es eine 90%ige Chance besteht, dass dieser Hund nie
mehr aus dem Zwinger kommt, wenn er erstmal hier landet? 50% der Hunde, die hier
abgegeben werden oder verirrt rum laufen sind reinrassige Tiere.
Hier die häufigsten Ausreden die ich höre, sind:
"Wir sind umgezogen und ich kann unseren Hund / unsere Katze nicht mitnehmen."
Wirklich? Wohin ziehen Sie denn und warum suchen Sie sich nicht eine Wohnung
oder ein Haus in dem sie mit ihrem Tier leben können?
"Der Hund wurde größer, als wir dachten." Und was dachten Sie denn wie große ein
deutscher Schäferhund wird????
"Ich habe keine Zeit mehr für das Tier". Wirklich? Ich arbeite 10 oder 12 Stunden am
Tag und ich habe immer noch Zeit für meine 6 Hunde.
"Er zerstört meinen ganzen Garten " Also, warum haben Sie ihn nicht im Haus mit der
Familie?
Dann sagen sie immer: "Wir wollen nicht nerven und darauf beharren, dass Sie ihm
ein gutes Zuhause suchen, denn wir wissen, dass sie ihn adoptieren werden, er ist
nämlich ein guter Hund.“ Das Traurige daran ist, dass Dein Haustier nicht adoptiert
wird und weißt Du, wie stressig es in einem Zwinger ist? Nun, lass es mich Dir mal
erklären:
Dein Tier hat 72 Stunden Zeit eine neue Familie zu finden. Manchmal ein wenig länger, wenn die Zwinger nicht so voll sind und er völlig gesund bleibt. Wenn Dein
Tier sich erkältet, stirbt es.
Die Katzen sehen ihrem sicheren Tod entgegen.
Dein Haustier wird in einen kleinen Käfig eingesperrt, umgeben vom lauten Bellen
und Schreien von 25 anderen Tieren.
Dein Haustier wird weinen und deprimiert sein und auf seine Familie warten, die ihn
verlassen hat. Wenn Dein Tier Glück hat und es genügend Freiwillige gibt, könnte es
sein, dass er mal ausgeführt wird. Wenn nicht, wird Dein Haustier keinerlei
Aufmerksamkeit erhalten, abgesehen von einem Teller mit Essen welcher unter die
Zwingertür geschoben wird und eine Dusche mit Wasser, um die Exkremente raus zu
spülen.
Wenn Dein Hund groß, schwarz oder einer Kampfhundrasse (Pit Bull, Dogge ...)
angehört hast Du ihn in den sicheren Tod geführt in dem Augenblick in dem Du mit
ihm durch die Tür gekommen bist. Diese Hunde werden in der Regel nicht
angenommen. Egal wie "süß" oder wie "trainiert" er ist.
Wenn Dein Hund nicht in den 72 Stunden adoptiert wird und die Perrera voll ist wird
er sterben.
Wenn die Perrera nicht voll ist und Dein Hund attraktiv und süß ist, kann man
möglicherweise seine Hinrichtung verzögern, aber nicht für lange.
Die meisten Hunde werden sofort umgebracht, wenn sie sich aggressiv zeigen, aber
selbst der ruhigste Hund kann solch ein Verhalten zeigen, wenn er eingesperrt wird
und die Veränderungen seines Umfeldes nicht verträgt,
Wenn Dein Hund sich mit Zwingerhusten infiziert (Canine infektiöse
Tracheobronchitis) oder einer anderen Infektionen der Atemwege, wird er
unverzüglich getötet, einfach weil wir keine Ressourcen haben, um Therapien in Höhe
von 150,-- € zu bezahlen.
Und nun möchte ich Euch was über die Euthanasie schreiben für all die, die noch nie
erlebt haben, wie ein vollkommen gesundes Tier umgebracht wird:
Als erstes werden die Hunde mit einer Leine aus ihrem Zwinger geholt, sie denken,
dass sie spazieren gehen werden und wedeln mit dem Schwanz.
Bis wir in "den Raum" kommen, dort bremst jeder Hund ab. Ich bin davon überzeugt,
dass sie den Tod und alle verlorenen Seelen riechen, die dort sterben mussten. Es ist
seltsam, aber es passiert mit jedem von ihnen.
Dein Hund oder deine Katze wird von 1-2 Menschen gehalten, je nachdem wie nervös
oder groß das Tier ist. Dann wird jemand von der Verwaltung oder ein Tierarzt den
Sterbeprozess einleiten. Es wird eine Ader in ihrem Vorderbein gesucht eine Dosis
einer "pinken Substanz" injiziert. Hoffentlich ist Dein Haustier nicht scheu, wenn es
von mehreren gehalten wird. Ich habe Hunde gesehen, die sich die Kanüle raus
gerissen haben und in ihrem Blut gebadet haben, begleitet von lauten Weinen und
Schreien. Viele schlafen nicht einfach ein, sie krampfen und ringen nach Luft und
koten sich ein.
Wenn alles fertig ist, wird Dein Tier wie ein Stück Holz gestapelt auf die anderen
Hunde, die schon in der Gefriertruhe liegen, um darauf zu warten wie Abfall abgeholt
zu werden.
Was passiert als nächstes? Wird es eingeäschert oder begraben? Wird es als Tierfutter
verarbeitet? Du wirst es nicht erfahren, aber es war ja nur ein Tier und Du kannst Dir
ja jederzeit ein Neues holen, richtig?
Ich hoffe, wenn Du bis hierher gelesen hast, dass sich Deine Augen getrübt haben und
Dir die Bilder nicht aus dem Kopf gehen, denn ich sehe sie jeden Tag, wenn ich nach
Hause komme von der Arbeit.
Ich hasse meinen Job, ich hasse es dass es ihn überhaupt gibt und ich hasse es zu
wissen, dass es ihn weiterhin geben wird, wenn ihr Euch nicht ändert.
Zwischen 9 und 11 Millionen Tiere sterben weltweit jeden Tag in den Perreras und
nur Du kannst das stoppen. Ich mache alles mögliche, um jedes Leben zu retten, aber
die Tierheime sind immer voll und jeden Tag gibt es mehr Tiere die rein kommen als
die die raus dürfen.
Bitte züchte oder kaufe nicht, solange Hunde in den Perreras sterben.
Hasse mich, wenn Du möchtest. Die Wahrheit tut immer weh und das ist nun mal die
Realität. Ich hoffe nur, dass ich mit diesem Brief die Menschen erreichen kann, die
züchten, ihre Tiere aussetzen oder wahllos kaufen.
Ich wünschte, jemand würde zu mir auf die Arbeit kommen und sagen: "Ich habe
ihren Brief gelesen und möchte ein Tier adoptieren". Dann hätte sich alles gelohnt.
Bitte, wenn Du möchtest, dass sich das ändert, verteile meinen Brief großzügig.
Jazz M. Onster.


Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier !

 
Anne Taleb
Beiträge: 1.097
Registriert am: 27.04.2014


RE: Brief eines Perreramitarbeiters

#2 von NADINE , 06.12.2016 14:27

Hilfe !!!!!!
Ich habe den Bericht erst heute gelesen ......
Mir ist schlecht ! Ich musste sofort weinen!!!!! Ich konnte es nicht koplett lesen ...
Musste es weiter unten überfliegen.....
Ich kann nicht verstehen wie man Lebewesen so behandeln kann die man sich FREIWILLIG !!!!!
einmal angschafft hat . Einfach abgeben mit dem( Wissen ) ! Was lhnen da geschiet.....
Da hat er völlig recht was er da über die Konsumenten und Verkäufer schreibt.
Die armen Tiere werden halt als Sache behandelt ist das eine weg, kommt ein neues...
Ich kann auch denvDrang nach Rassehunden nicht verstehen....Jeder "Mischling" ist genau so viel wert.
Aber Schuld an dem ganzen Elend sind die SAU DUMMEN Menschen die alles aber wirklich alles brauchen
und sich dann um nix mehr kümmern wollen.
Ich LIEBE MEINEN HUND !! Den ich am 11.4.2014 von der Pfoten Hilfe Andalusien bekommen habe.....
Das wollte ich jetzt loswerden......
Der Tag ist für mich gelaufen mir geht sowas unheimlich Nahe.......

 
NADINE
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