Mononoke (Refugio) kann ihr Köfferchen packen

#1 von Maria , 24.11.2021 12:23

Mononoke hat eine Familie gefunden, in der sie mit Geduld und Liebe wieder Vertrauen finden wird.



Beschreibung:

Mononoke wurde angekettet in einem Industriegebiet gefunden, alleine und verstört. Einige Mädchen entdeckten sie dort und anstatt sie ins Tierheim zu bringen, ketteten sie sie erneut in der Nähe einer Bahnstation an. Sie hatten wohl gedacht, dass dort ein mitleidiger Mensch Mononoke finden würde. So war es dann auch.
Mononoke kam daraufhin in unser Tierheim. Sie war verängstigt und verstand überhaupt nicht, was passiert war. Sie musste natürlich in Quarantäne, dort traf sie ihre beiden besten Freunde, zwei ruhige Rüden, die ihr halfen, sich an das Leben im Tierheim anzupassen.
Wenige Tage, nachdem sie ihre Quarantäne beendet hatte, kam die scheinbar perfekte Familie zur Adoption zu ihr. Aber das Glück war nur von kurzer Dauer, denn nur vier Tage nach ihrer Adoption begannen die Probleme.



Die Familie erzählte uns, dass Mononoke sie angeknurrt hatte. Sie beschrieben, dass es sich um zwei Ereignisse gehandelt habe. Einmal hatten sie versucht, ihr ein Spielzeug wegzunehmen und Mononoke knurrte. Man muss dabei bedenken, dass Mononoke niemals etwas gelernt hat. Sie hatte niemals zuvor ein eigenes Spielzeug und einmal knurrte sie bei dieser Gelegenheit.
Einen Tag nach der Adoption nahmen sie sie mit an einen belebten Platz voller Geräusche, voller Menschen, rennender und schreiender Kinder, Musik und sogar Feuerwerk – und das alles einen Tag, nachdem sie adoptiert wurde. Ein Kind durfte Mononoke anfassen und anschubsen, sie selber verteidigte sich mit einem erneuten Knurren. Daraufhin wurde Mononoke von der Familie angebrüllt, was sie noch mehr verstörte.
Die Familie sagte uns, dass Mononoke keine Hüte mag, dass sie es nicht liebt, sich selber im Spiegel zu sehen, sie möge weder Musik noch den Fernseher. Sie verstanden einfach nicht, dass sie Mononoke in den vier Tagen der Adoption völlig überforderten und diese verstört war.



Wir boten ihnen natürlich Hilfestellung an, sogar einen Hausbesuch, einen Kontakt mit einem Hundetrainer, aber das wollten sie nicht. Sie steckten Mononoke erneut ins Tierheim.
Mononoke wirkt nun völlig depressiv. Sie möchte nicht fressen, sie will auch nicht richtig spielen. Das glückliche und vergnügte Hundemädchen, das wir ursprünglich kannten, gibt es nicht mehr. Aber mit harter Arbeit und Liebe werden die neuen Wunden von Mononoke heilen und sie wird wieder das vergnügte Hundemädchen werden, das wir kennen.
Sie erinnern sich, dass Mononoke ursprünglich mit zwei Rüden zusammenlebte und nervös war, weil sie wegen der Quarantäne so lange eingesperrt war. Aber sie wurde rasch entspannter. An dieser Erfahrung knüpfen wir nun wieder an.



Mononoke ist ein spielfreudiger und aktiver Hund. Sie liebt es zu toben und zu spielen. Sie liebt Spielsachen, sie liebt es auch, mit ihren Freunden zu spielen. Sie ist ein sehr sozialer Hund.
Menschen gegenüber verhält sie sich liebevoll und ruhig. Sie nähert sich uns vorsichtig und bittet um Streicheleinheiten und Liebe. Sie liebt es geradezu, uns feuchte Hundeküsse zu verpassen. Dazu legt sie sich auf den Boden und streckt uns ihr Bäuchlein entgegen, um gekrabbelt zu werden. Aber wenn wir etwas machen, was sie nicht mag oder sich verletzt, dann warnt sie uns.
Während des Lebens im Tierheim hat sie eine gewisse Dominanz entwickelt, Dinge zu verteidigen, von denen sie glaubt, dass sie ihr gehören. Sie warnt uns dann, bellt, aber verletzt uns nicht.
Mittlerweile haben wir sie mit Katzen getestet. Vor diesen hat sie eher Angst und ist nervös.

https://www.youtube.com/watch?v=id068_xjnpQ

Mononoke ist verträglich mit Kindern. Diese sollten allerdings schon etwas älter und standfest sein. Soweit wir wissen, verhält sie sich in einem Haus perfekt. Dort bellt sie nicht, verrichtet ihr Geschäft außerhalb des Hauses, schläft die Nacht durch. Sie liebt den Strand und lange Spaziergänge dort. Das sind alles Dinge, die wir von ihr wissen.
Nun suchen wir für Mononoke natürlich eine aktive, liebevolle Familie, die gerne mit Mononoke etwas unternehmen und spielen will. Natürlich auch eine Familie, die versteht, was ihr geschehen ist und wie man jetzt darauf reagieren muss.
Genau das ist es, was Mononoke benötigt, Menschen mit Hundeerfahrung, gerne mit älteren Kindern, aber vor allem Menschen, die aktiv sind und mit ihr liebevoll, aber gleichzeitig konsequent umgehen.



Informationen aus Spanien:

Rasse: Wolfshund-Schnauzer-Mischling
Geschlecht: weiblich
Alter: geboren ca. 16.03.2021
Größe: 60 cm Schulterhöhe
Länge: 71 cm
Gewicht: 19 kg
Kastriert: ja
Krankheiten: keine bekannt

( Refugio/Kita )


 
Maria
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zuletzt bearbeitet 25.11.2021 | Top

RE: Mononoke kann ihr Köfferchen packen

#2 von Maria , 24.11.2021 12:58

Die Kleine erinnert mich ein Bisschen an unseren Gaspar. Der zeigte lange Zeit die Zähne wenn etwas geschah, was er nicht wollte oder was er als bedrohlich empfand, z.B. zu lange auf dem Kopf kraulen oder im Liegen anfassen. Das war schon sehr irritierend. Erst als unsere Hundetrainerin (sie wollte, dass er den Dummy nahm und wedelte damit vor seiner Nase rum, woraufhin er sein Elfenbein zeigte) mit "Er ist fair - er warnt!" reagierte, sahen wir die Sache anders. Das hat sich übrigens total gegeben, inzwischen ist er nicht mehr so empfindlich/verunsichert oder er geht einfach aus so einer Situation raus (bis auf die Tierarztbesuche, da muss er ja bleiben ).

Beweisfoto aus dem März 2020, ein gutes Jahr nach Einzug:

 
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LOUANNA (Arpa Galgos del Sur) packt das Köfferchen
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