Manchmal ist man als TS vor Ort einfach im Stich gelassen.

#1 von Svenja , 29.05.2014 18:42

Auch dies ist traurige Wahrheit.

Seit einigen Wochen füttere ich eine ausgestzte Galga bei mir vor der Haustüre. Diese Galga hat einen grossen Tumor an ihrer Milchleiste.
Sie streunt durch die gesamte Ortschaft, immer in Gefahr, ueberfahren zu werden.

All meine Versuche sie anzulocken, mir zu vertrauen, sich mit mir anzufreunden, sie einzufangen, scheiterten an ihrer Ängstlichkeit.

Da mir langsam (und auch ihr) die Zeit davon läuft und es hier immer heisser wird und ich nicht mit ansehen moechte, wie der Hund zugrunde geht, habe ich
diverse Tierheime / Galgoauffangstationen / Galgovermittler angeschrieben und um Hilfe gebeten. Nicht um Hilfe für einen Platz, nein, Hilfe, damit man sie mit mir zusammen einfängt. Es braucht eine Lebendfalle, ein Netz, Beruhigungstabletten, irgendwas. Alleine funktioniert es aber einfach nicht. Ich kann mich nicht mehr als 6 Meter nähern. An dem Geld soll es spaeter auch nicht scheitern. Spenden von Freunden sind dem Hund sicher. OP-Kosten werden uebernommen wie auch Impfungen u/o Pensionskosten.

Leider sind all meine Anfragen unbeantwortet geblieben und ich bin mehr als enttaeuscht von meinen spanischen Mitstreitern, die immer alle um Hilfe rufen, wenn es darum geht, dass ich Spenden sammel, Hunde aufnehme, Hunde teile, Impfungen bezahle oder Hunde aus der Perrera freikaufen.

Ich habe mich an 2 bekannte grosse Orgas und 2 Tierheime hier bei mir gewandt, von einer kam keine Rückmeldung, die andere hält mich hin und reagiert nicht mehr und von der anderen kam der Satz "versuch sie mit Futter ins Auto zu locken" .Ich denke mir dabei nur " Der Hund laesst mich nicht an sich ran und ich kann ihn nicht anlocken. Wie soll ich ihn denn in ein Auto locken, wenn er selbst vor Windstössen davon läuft".

Alleine ist dies unmoeglich zu meistern. Aber wahrscheinlich muss erst etwas passieren bis jemand hilft. Mir tut dieser Hund nur unendlich leid und ich versuche seit Wochen mein Bestes, aber ich bin es ab dem heutigen Zeitpunkt auch leid, allen anderen zu helfen. So macht TS in meinen Augen keinen Sinn. Nur nehmen und nicht geben. Mir ist klar, dass wir hier unten alle unsere Probleme haben, aber wenn wir nicht Zusammenarbeiten, dann macht das alles keine Sinn mehr.

Ich fuer meinen Teil denke mir, dass ich ab sofort auf die Hilferufe von Geldspenden, Impfungen, Übersetzungen ins Deutsche, Perrerarettungen auch nicht mehr reagieren werde. Denn ich fuehle mich mehr als ausgenutzt und es macht mich traurig, dass man noch nicht einmal versucht zu helfen.

Ich musste mir diesbezueglich einfach mal Luft machen.

Traurigen Gruss
Svenja

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#2 von Andrea , 29.05.2014 19:18

Hallo Svenja,
hast du es auch bei Benjamin Mehnert in Sevilla versucht?? Wenn nicht, dann schicke ich dir per email oder PN mal den Kontakt, vielleicht können die ja helfen...

LG
Andrea

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RE: Manchmal ist man als TS vor Ort einfach im Stich gelassen.

#3 von Svenja , 29.05.2014 20:27

Hallo Andrea,

Mehnert hatte ich ueber FAcebook angeschrieben und seit Montag nichts von ihnen gehoert, obwohl sie online sind. Ich habe es bei Galgos del sur, Mehnert, Lucena und hier vor Ort versucht. Nichts. Gerne kannst du mir die Kontaktdaten via PN schicken. Das waere lieb. Ich versuche es dann auf diesem Weg. Danke dir :)


 
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RE: Manchmal ist man als TS vor Ort einfach im Stich gelassen.

#4 von Anne Taleb , 29.05.2014 21:20

Hallo Svenja, ich hätte auch Benjamin Mehnert vorgeschlagen, aber die sitzen ja auch nicht gerade um die Ecke.
Ich drücke DIR jedenfalls ganz feste die Daumen, das Dir noch jemand hilft und Du dieses arme Wesen retten kannst.
LG Anne


Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier !

 
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RE: Manchmal ist man als TS vor Ort einfach im Stich gelassen.

#5 von Svenja , 29.05.2014 22:00

Hallo Anne,

das hoffe ich sehr. Ich moechte ungerne den Galgo von der STrasse aufklauben muessen. Mir ist letzte Woche mein Pflegehund verstorben. Der Schmerz ist tief genug und nochmal ertrage ich sowas in naechster Zeit nicht.

Lg
Svenja

 
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RE: Manchmal ist man als TS vor Ort einfach im Stich gelassen.

#6 von EmmyundCampino , 29.05.2014 22:19

Hallo Svenja,
Das mit deinem Pflegehund tut mir leid. Ich finde es immer besonders schlim, wenn man den Tieren helfen möchte und nicht kann. Ich hoffe du findest noch die nôtige Unterstützung.
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und hoffe im Namen der Hunde, dass du nicht aufgibst.
Danke für deinen Einsatz.
Liebe Grüße Petra

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#7 von Beate Schmittner , 29.05.2014 23:20

Hallo Svenja,

ich kann mir gut vorstellen, wie es Dir gerade geht. Jede Nacht mit der Angst ins Bett zu gehen, dass die Hündin am nächsten Morgen nicht wie gewohnt auftaucht und ihr etwas zustösst, lässt einem verzweifeln. Mir fällt jetzt ausser der Mehnert-Stiftung leider auch niemand ein, der helfen könnte. Ich drücke Dir und vorallem der armen Galga ganz fest die Daumen, dass sich alles zum Guten wendet und Du sie zu fassen bekommst. Deinen Einsatz vor Ort bewundere ich sehr und gib nicht auf, Du hast schon vielen Hunden helfen können, ihren Weg in eine sichere Zukunft zu finden.

Liebe Grüsse Beate


Tiere weinen tränenlos, denn sonst hätte die Welt einen Ozean mehr

 
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#8 von Svenja , 29.05.2014 23:56

Hallo Beate,

wie gesagt, Mehnert habe ich nur via FB angeschriebe, da ich andere Kontaktdaten nicht habe.
Mehnert war meine groesste Hoffnung, da Galgos del Sur mir irgendwie nicht helfen mag, obwohl ich immer sofort bereit stehe, wenn Übersetzungen oder Geld gebraucht wird. Schade. Wirklich schade.

Traurigen Gruss
Svenja

 
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#9 von Beate Schmittner , 30.05.2014 23:06

Hallo Svenja,

gibt es was Neues ? Wie geht es Deinem Schützling ?

Liebe Grüsse Beate


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RE: Manchmal ist man als TS vor Ort einfach im Stich gelassen.

#10 von Svenja , 31.05.2014 10:44

Hallo Beate,

es ist alles unveraendert.

Mehnert habe ich versucht telefonisch zu kontaktieren aber da ging dann nur die Maschine ran. Via Email kam auch noch nichts. Ob meine Nachrich gelesen wurde, weiss ich natuerlich nicht.

Und von den anderen Orgas und TH habe ich auch nichts mehr gehoert. Es gibt zwar viele kluge Ratschlaege von Privatpersonen, aber das sind solche, mit denen ich nichts anfangen kann wie zb. einen Zaun um sie herum bauen oder mich stundenlang auf den Boden legen mit Fleisch auf meinem Bauch.. .... Du verstehst warum mir das nichts nützt ?

Ich kann nichts weiter tun als sie weiter zu fuettern und bei ihr zu sitzen in der Hoffnung, dass sie sich irgendwann mal durchringen kann.

Ich versuche es weiterhin. Aufgeben gilt nicht!!

Lieben Gruss
Svenja

 
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RE: Manchmal ist man als TS vor Ort einfach im Stich gelassen.

#11 von Svenja , 31.05.2014 12:25

Hier ist ein Video von ihr, welches ich gestern Abend gemacht habe

https://www.youtube.com/watch?v=haTLaXtz...em-upload_owner

 
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RE: Manchmal ist man als TS vor Ort einfach im Stich gelassen.

#12 von Svenja , 01.06.2014 23:36

30 cm trennten uns gerade.
Währen nicht all die Spaziergaenger und schreienden Kinder gewesen, haetten wir vielleicht den ersten Kontakt gehabt.
Aber ich bin auch mit diesem GROSSEN Fortschritt zufrieden


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RE: Manchmal ist man als TS vor Ort einfach im Stich gelassen.

#13 von Meinolf.Koerdt , 02.06.2014 09:28

Ich drücke ganz fest die Daumen, dass es bald 0 cm sind!!!!


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RE: Manchmal ist man als TS vor Ort einfach im Stich gelassen.

#14 von Svenja , 03.06.2014 18:05

Heute haben wir zu dritt in der Mittagszeit versucht, sie einzufangen.
Trotz Hilfe von Calmivet, die bei ihr nicht angeschlagen haben und Halsband/Zugband, konnten wir nichts erreichen.

Nach drei Stunden in der prallen Sonne haben wir aufgegeben. Ara meinte auch, dass Calmivet kaum zur Beruhigung des Hundes beitraegt und meist auch nicht hilft.
Ich sass zwar einmal direkt neben ihr, aber als ich ganz langsam das Halsband holte, stand sie auf und ging weg. Wir liefen quasi von einer schattigen Palme zur anderen.

Mehnert wird uns, so wie es aussieht, nicht helfen, da sie zu voll sind und Aufnahmenstop haben, Galgos del Sur wollen/koennen/ auch nicht helfen, ein Verein mit einer Falle, gross genug fuer einen Galgo, meldet sich auch nicht mehr, trotz mehrmaligem Anfragen... Ich weiss nicht mehr weiter..

Jeder sagt "Mit Geduld bekommst du sie schon"... Geduld ist nicht mehr in meinem Wortschatz zu finden. Ich bin/war die Geduld in Person und gebe auch weiterhin nicht auf aber manchmal wuensche ich mir, dass auch mir geholfen wird. Denn ich weiss nicht mehr, was ich noch tun soll. Abwarten bis sie angefahren/angeschossen/erschossen wird? Oh man... Mir gehen die Ideen aus.. Sobald eine Hand im Spiel ist, geht nichts mehr.


 
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RE: Manchmal ist man als TS vor Ort einfach im Stich gelassen.

#15 von Andrea , 04.06.2014 17:19

Hallo Svenja,
es tut mir leid, dass es nicht geklappt hat, gestern :-( - ich hatte Sonntag und Montag mit Ara gesprochen, die sich halt um die Lebendfalle kümmern wollte, aber der Verein meldet sich nicht...und ja Mehnert ist voll, aber ich dachte, dass Du nur Hilfe beim Einfangen brauchst und sie dann selber aufnimmst..??
Im Moment ist es schlimmer als jemals zuvor, egal wo man hinguckt, alle TH sind voll und Hunde stehen Schlange davor, dazu dann noch, dass die Galga sooo super ängstlich ist, das wird dann doppelt schwer......, Mist, vielleicht klappt es aber ja doch noch.
Ich drücke die Daumen, dass Du sie erstmal einfangen kannst, vielleicht kann sie dann ja auf "Warteliste" bei Mehnert und in der Zwischenzeit kann sie sich bei Dir erholen.
Daumen sind gedrückt
Andrea

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